Wertschätzung für mich und andere

Symbolbild Selbstwertschätzung

Für ein gutes Miteinander ist es wichtig, wertschätzend miteinander umzugehen. Dabei wird unser Umgang mit anderen auch davon beeinflusst, wie wir uns selbst behandeln. Wenn wir uns selbst mit Respekt und Verständnis begegnen, legt das den Grundstein für gesunde Beziehungen.

Innere Balance durch Selbstwertschätzung

Sich selbst wertzuschätzen, ist eine wichtige Grundlage für innere Balance. Es hilft dabei:

  • eigene Stärken und Grenzen anzuerkennen.
  • sich weniger von äußeren Meinungen verunsichern zu lassen.
  • nicht über die eigenen Belastungsgrenzen zu gehen.
  • sich weniger mit anderen zu vergleichen.

Das stärkt unsere seelische Gesundheit und führt dazu, dass wir liebevoller mit uns selbst umgehen.

Selbstannahme und Selbstbewusstsein

Selbstwertschätzung bedeutet, sich selbst mit allen Stärken, Schwächen und Erfahrungen anzuerkennen. Wenn wir aufhören, uns ständig verändern zu wollen, entsteht Raum für Selbstannahme. Und wenn wir uns selbst annehmen können, erlangen wir Selbstbewusstsein. Denn wenn wir unseren eigenen Wert kennen und uns unserer Stärken und Schwächen bewusst sind, können wir klarer für unsere Entscheidungen eintreten.

Selbstwertschätzung üben

Vielen Menschen fällt es leider gar nicht so leicht, sich selbst wertzuschätzen und die eigenen Stärken wahrzunehmen. Verschiedene Übungen können dabei helfen, zum Beispiel:

  • Selbstreflexion: Was denke ich über mich? Woher kommen diese Gedanken? Wie gehe ich mit mir um, wenn etwas nicht gelingt? Diese Fragen zu beantworten, hilft bei der Bestandsaufnahme des eigenen Selbstwerts. Dabei können wir uns auch fragen, ob das gut so ist, wie wir über uns denken, oder ob wir daran etwas verändern möchten.
  • Dankbarkeitstagebuch: Jeden Abend aufzuschreiben, wofür man am Tag dankbar war oder welche schönen Momente es an dem Tag gab, stärkt den Blick für das Positive.
  • Positive Glaubenssätze: Im Alltag können wir darauf achten, welche negativen Glaubenssätze uns begleiten. Diese können wir in positive Glaubenssätze umwandeln, die wir unseren automatisierten negativen Überzeugungen dann entgegensetzen können. Beispielsweise kann aus dem Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug“ die Botschaft „Ich bin gut, so wie ich bin“ werden.
  • Perspektivwechsel: Mit anderen Menschen sind wir oft viel nachsichtiger und verständnisvoller als mit uns selbst. Das können wir uns zunutze machen, indem wir uns fragen: Was würde ich jemand anderem sagen, der sich so fühlt? Was würde ich der Person raten? Und wie würde ich über die Person denken?

Wertschätzung für Andere

Auch innerhalb einer Selbsthilfegruppe ist Wertschätzung ein wichtiges Thema. Wertschätzung und Anerkennung auszudrücken, ist wohltuend für das gesamte Gruppenklima und stärkt die Mitglieder. Die richtigen Worte dafür zu finden und Wertschätzung auch annehmen zu können, fällt oft nicht leicht. In dem Seminar „Wertschätzende Kommunikation in der Selbsthilfegruppe – Vom Umgang mit Selbst- und Fremdwertschätzung“ am 19. September 2025 in Mittweida können Sie sich dem Thema mit achtsamen und praktischen Übungen nähern.

Die Autorin: Mandy Fleer, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit in der Selbsthilfeakademie Sachsen.